PPT-Institut für Psychologische Psychotherapie und Beratung Berlin e.V.

Institut für Psychologische Psychotherapie und Beratung Berlin e.V.

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Die Geschichte des Ausbildungsinstituts für Psychotherapie

Entstehung und Entwicklung des Instituts

Die Anfänge des Instituts reichen zurück in die studentenbewegten 60er Jahre des letzten Jahrhunderts: In Deutschland einzigartig, bildete das Psychologische Institut der Freien Universität Berlin damals in enger Anlehnung an die spätere Berufspraxis aus. Über die gesamte Spanne des Hauptstudiums hinweg konnten Studentinnen und Studenten sogenannte praxisintegrierte Studieneinheiten belegen, in denen sie – ähnlich der heutigen postgraduierten Therapieausbildung – psychotherapeutisch tätig wurden. Fachlich, theoretisch und supervisorisch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Universität betreut, konnten sie in einem Kindertherapie-Projekt  arbeiten oder in psychosozialen Beratungsstellen.

Das Klientel bestand zu einem großen Teil aus bildungsfernen Kindern und Erwachsenen der die zu dieser Zeit kaum Zugang zu psychotherapeutischer Unterstützung hatten. Dabei stießen die Studentinnen und Studenten schnell an ihre Grenzen: Denn ausreichend entwickelte Literatur zur Kindertherapie oder ein bestehendes Konzept im Rahmen der bestehenden Verfahren gab es noch nicht (bis auf die Psychoanalyse, die aber für dieses Klientel zu langwierig und teuer war). Daher versuchte man das Brauchbare aus allen vorliegenden Verfahren in der praktischen Arbeit zu kombinieren und es entstand eine methodenintegrative Therapiepraxis.

Nachdem mehrere Studentengenerationen im Bereich der Kindertherapie arbeiteten und forschten, gelangten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Mitte der 80er Jahre zu der Überzeugung, eine eigene postgraduale Ausbildung anzubieten, um den gesellschaftlichen Erwartungen gerecht zu werden. Denn damals war es zur Behandlung von Kindern noch üblich, eine reguläre, auf Erwachsene zugeschnittene verhaltenstherapeutische oder psychoanalytische Ausbildung zu absolvieren. 1986 entstand so das Institut für pädagogisch psychologische Therapie (ppt), das heutige Institut für Psychologische Psychotherapie und Beratung e.V. (ppt).

Gründer und ehemaliger Direktor des Instituts:
Professor Siegfried Schubenz († 2007)

Anfangs noch durch einen Schwerpunkt in der Kinder- und Jugendlichentherapie geprägt, bot es  das Institut bald die Ausbildung in der Erwachsenenpsychotherapie an. 1991 erfolgte schließlich die Akkreditierung durch den Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen und die Umbenennung in den heutigen Namen.

In der damaligen Ausbildung besuchten alle Auszubildenden zunächst alle Seminare: zu Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie, Analytische Psychotherapie, Tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie, Traumatherapie usw.  – ohne vorgegebene Gewichtung. So konnten die Auszubildenden erst ihr persönliches Profil entwickeln, bevor sie sich auf ein Verfahren festlegten. Die Festlegung auf ein bestimmtes Verfahren erfolgte dann erst mit der Wahl der Supervisorin bzw. des Supervisors.

Das Psychotherapeutengesetz von 1999 bestätigte das Institut einerseits in seiner Methodenvielfalt, indem es eine verfahrensübergreifende und allgemeine psychotherapeutische Grundausbildung vorschrieb. Andererseits beschränkte es die staatlich anerkannten Verfahren pro Institut auf maximal zwei. Am Institut für ppt wählen Sie heute zunächst zwischen der Vertiefung Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie.

Trotzdem erhalten Sie eine breitgefächerte Grundausbildung, ohne dass Sie in Ihrem gewählten Verfahren auf Inhalte verzichten müssen: Anstatt der gesetzlich vorgeschrieben 600 Stunden erhalten Sie am Institut zusätzliche Stunden zum Beispiel zu Kindertherapie, Gesprächstherapie, systemischer Familientherapie, Gestalttherapie, Körperpsychotherapie (insgesamt über 700 Stunden). Sollten Sie sich zu einem späteren Zeitpunkt für die Fortbildung in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie entscheiden, können Sie sich die Hälfte der hierfür notwendigen Theoriestunden aus der grundständigen Ausbildung anrechnen lassen.

Psychotherapeutische Konzeption

Damals wie heute vertritt das Institut für ppt eine an der Forschung ausgerichtete psychotherapeutische Konzeption, die Psychotherapie als ein Angebot versteht, schwerwiegende psychische Entwicklungsbehinderungen und krankheitswertige Störungen zu überwinden: Menschen mit psychischen Krankheiten leiden unter einer inneren Blockade, die sie daran hindert, an gesellschaftlichen Ressourcen teilzunehmen – etwa an den geistigen, kulturellen und materiellen Gütern. Ziel der Psychotherapie ist es deshalb, die Isolation der Patientinnen und Patienten zu überwinden, damit sie wieder erfolgreich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können und private und berufliche Lebensziele erreichen. In der Ausbildung am Institut für ppt wird besonders die therapeutische Beziehung als Grundlage eines erfolgreichen Veränderungsprozesses gesehen. Auf Basis dieser Beziehung können dann die verfahrensspezifischen Methoden Anwendung finden.
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